Im Koalitionsvertrag von Union und SPD sieht der bft (Bundesverband freier Tankstellen und unabhängiger deutscher Mineralölhändler) einige positive Ansätze. Dazu gehört beispielsweise das ausdrückliche Bekenntnis zum Mittelstand, zu Technologieoffenheit und zum Automobilstandort Deutschland.
Die Förderung der E-Mobilität und die ausdrückliche Botschaft, den Einsatz alternativer Kraftstoffe, inklusive Biokraftstoffen, voranbringen zu wollen, begrüßt der bft ebenfalls: "Die zukünftige Regierung hat erkannt, wie wichtig ein vorurteilsfreier Umgang mit unserer Mobilität der Zukunft ist", merkt bft-Geschäftsführer Daniel Kaddik an. Bei der geplanten Förderung der E-Mobilität muss jedoch der Mittelstand gezielt gestützt werden und keine Konzernförderungsprogramm entstehen.
Klimaschutz bei gleichzeitigem Garantieren der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands befürwortet der bft ebenso wie die geplante Abfederung der CO2-Preissprünge für Verbraucher und Unternehmer. Darüber hinaus dürfe die geplante Entbürokratisierung zur Stärkung des Mittelstands kein Lippenbekenntnis bleiben.
Der bft fordert, dass die Koalition rasch einen Arbeitsmodus findet und die anstehenden Herausforderungen angeht. Der Verband möchte gern den neuen Ministern seine Argumente vortragen. So geht es laut Kaddik zum Beispiel um die Forderung, Benzin E5 nicht mehr gesetzlich vorhalten zu müssen. Denn damit wäre gerade für kleinere Tankstellen der Platz frei für klimafreundlichem HVO als Dieselersatz. Alternative Kraftstoffe könnten schnell einen echten Beitrag zur Defossilisierung leisten, hierfür brauchten Deutschland dem bft zufolge jedoch Investitionssicherheit.